Hier werfen wir einen Blick auf drei faszinierende Überlebensgeschichten von Menschen, deren Überlebenswille ihnen unter unfassbar widrigen Bedingungen das Leben retteten und zeigen daran wie wichtig der Faktor Psyche ist. Um dich auf den Faktor Psyche einzustimmen, erzähle ich dir vom Psychologie-Professor Curt Richter, der in den 60er Jahren in den USA Ratten in ein Wasserbecken warf, aus dem sie sich nicht selbständig befreien konnten.
Im ersten Durchgang beobachtete er, dass die Ratten nach etwa 15-20 Minuten verzweifelt aufgaben, den Tod akzeptierten und ertranken. Im nächsten Durchlauf rettete er nach etwa dieser Zeit die Ratten vorm Ertrinken. Die gleichen Ratten warf er dann erneut ins Wasser. Mit der Erfahrung der Rettung geprägt war nun erstaunlicher Weise zu beobachten, dass die Ratten nicht mehr aufgaben und bis zu 60 Stunden durchhielten! Es lässt sich schlussfolgern, dass nicht der körperliche Fähigkeiten, sondern Geist & Mindeset der wahre Schlüssel zum Überleben sind.
Hier nun drei echte Fälle, in denen menschlicher Wille das Überleben in Extremsituationen sicherte:
1. Aron Ralston: Gefangen im Canyon der Verzweiflung
Hintergrund:
Aron Ralston verunfallte 2003 während einer Solo-Wanderung in den Blue John Canyon im südlichen Utah. Ein lose sitzender Felsbrocken klemmte ihm dabei den rechten Arm ein, so dass er feststeckte.
Überlebenskampf:
Ralston kämpfte mehr als fünf Tage lang gegen den Tod. Ohne Aussicht auf Rettung entschied er sich schließlich dazu, sich selbst zu befreien. Unterkühlt, ausgetrocknet und von Schlafmangel gezeichnet, entschied er sich zum äußersten Mittel und schnitt sich seinen rechten Arm mit einem stumpfen Taschenmesser ab, um sich aus der lebensbedrohlichen Lage zu befreien. Er wurde dabei vor Schmerzen immer wieder ohnmächtig und musste sich sogar seine Knochen brechen um los zu kommen.
Lehre:
Aron Ralstons Überlebensgeschichte zeigt nicht nur physische Stärke, sondern auch die Bedeutung von Entschlossenheit und die Fähigkeit, selbst unter den extremsten Umständen rationale Entscheidungen zu treffen.
2. Juliane Koepcke: Überleben im Amazonas-Dschungel
Hintergrund:
1971 überlebte die damals 17-jährige Juliane Koepcke als einzige einen Flugzeugabsturz über dem peruanischen Amazonas-Dschungel. Das Flugzeug brach in einer Gewitterfront auseinander und Juliane stürze 300m in die Tiefe. Der Fall wurde nur von Aufwinden, ihrem Sitz und dem Blätterdach des Dschungels gebremst.
Überlebenskampf:
Nach dem Absturz war Koepcke auf sich allein gestellt. Sie durchquerte laufend und schwimmend schwerverletzt 10 Tage lang den undurchdringlichen Dschungel, ernährte sich von Insekten und Pflanzen und trank Wasser aus Flüssen. Ihr war auf Ihrem Weg durchaus bewusst, dass Siedlungen insbesondere an Gewässern gebaut und sie den Strömen flussabwärts folgen muss um irgendwann auf eine zu treffen.
Lehre:
Juliane Koepckes Geschichte betont die Wichtigkeit von Wille und Überlebenskenntnissen in der Wildnis. Ihre Entschlossenheit half ihr, die raue Umgebung zu überwinden.
3. Hugh Glass: Überleben gegen alle Widrigkeiten
Hintergrund:
Hugh Glass erlebte im Jahr 1823 ein unglaubliches Überlebensdrama, als er von einem Grizzlybären angegriffen und schwer verletzt wurde. Die Story wurde 2015 in "The Revenant" mit Leonardo di Caprio verfilmt.
Überlebenskampf:
Glass überlebte den Bärenangriff, wurde jedoch von seinen Expeditionsmitgliedern zurückgelassen. Er legte Hunderte von Kilometern zurück, durchquerte gefährliches Gelände, ernährte sich von rohem Fleisch und überlebte Kälte und feindliche Stämme.
Lehre:
Hugh Glass' Geschichte zeigt, dass Überleben oft extreme physische Herausforderungen und die Fähigkeit zur Anpassung erfordert. Seine Entschlossenheit und sein Durchhaltevermögen sind ein inspirierendes Beispiel für Überlebenskünste.
Fazit
Diese Überlebensgeschichten verdeutlichen, dass unsere physischen Grenzen viel weiter liegen, als wir glauben, doch wir diese Stärke nur ausspielen können, wenn wir über das entsprechende Mindset und dem Willen zum Überleben verfügen.