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10 Survival-Mythen entlarvt - und was wirklich hilft

10 Survival-Mythen entlarvt - und was wirklich hilft

In diesem Artikel räumen wir mit 10 häufigen Survivaltipps auf, die ganz und gar nicht halten, was sie versprechen - und sagen dir, was du stattdessen tun kannst.

Mythos 1: Moos auf Bäumen zeigt Norden an

Realität: Entgegen der weitverbreiteten Meinung wächst Moos nicht zwangsläufig auf der Nordseite von Bäumen. Die Richtung des Mooswachstums hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise der Beschaffenheit der Rinde und der Sonneneinstrahlung.

Überlebenstipp: Verlasse dich nicht auf Moos, sondern nutze zuverlässige Methoden wie einen Kompass, um die Himmelsrichtungen zu bestimmen. Hast du diesen nicht zur Hand, hilft dir Kenntnis über den Sonnenkompass, Uhrenkompass oder Orientierung anhand des Nordsternes bei Nacht.

Mythos 2: Saugen von Gift aus einer Wunde

Realität: Das Absaugen von Gift aus einer Wunde kann mehr Schaden anrichten, da dies zu Infektionen oder zusätzlichen Verletzungen führen kann.

Überlebenstipp: Spüle die Wunde mit sauberem Wasser aus, halte sie sauber und immobilisiere den betroffenen Bereich. Suche sofort medizinische Hilfe auf.

Mythos 3: Trinken von Urin in der Wildnis

Realität: Trinken von Urin kann zu Dehydration führen, da der Körper mehr Flüssigkeit verliert, um die im Urin enthaltenen Giftstoffe zu beseitigen.

Überlebenstipp: Suche nach alternativen Wasserquellen wie Flüssen oder Regenwasser. Wasseraufbereitungstabletten oder Filter können auch hilfreich sein.

Mythos 4: Aufwärmen durch Alkoholkonsum

Realität: Alkohol erweitert die Blutgefäße und kann dazu führen, dass mehr Wärme verloren geht, was in kalten Umgebungen kontraproduktiv ist.

Überlebenstipp: Fokussiere dich auf das Isolieren und Warmhalten des Körpers durch Kleidung und Schutz vor Wind und Feuchtigkeit oder wärme dich durch körperliche Betätigung wie Hock-Streck-Sprünge und Feuerholz-Sägen auf.

Mythos 5: Erddestillerie zur Wassergewinnung

Realität: Der Aufbau einer Erddestillerie zur Wassergewinnung ist sehr aufwendig, der Wassergewinn steht nicht im Verhältnis zum Transpirationsverlust.

Überlebenstipp: Effizientere Methoden wie das Auffangen von Regenwasser oder die Nutzung natürlicher Wasserquellen sind ratsamer.

Mythos 6: Survivalfilter zur Wasseraufbereitung

Realität: Die Holzkohle im Survivalfilter soll Aktivkohle adaptieren und so Verunreinigungen binden. Leider ist die Oberfläche dafür zu klein, genauer gesagt haben die Poren von Aktivkohle die 40-fache Größe, wenn man die "aufklappen" würde. Survivalfilter eignen sich deshalb lediglich als Vorfilter für grobe Schwebstoffe

Überlebenstipp: Koche das Wasser lieber ab. Hast du keinen Topf, kannst du im Boden ein Loch ausheben und das mit einer Folie auskleiden und im Feuer erhitzte Steine ins Wasser legen.

Mythos 7: Die Seite der Rettungsdecke spielt eine Rolle

Realität: Gold nach außen reflektiert bis zu 99% der infraroten Wärmestrahlung, silber hingegen 97%. Damit liegen vernachlässigbare 2% dazwischen.

Überlebenstipp: Wichtiger ist zwischen der Rettungsdecke und dem Körper ein Luftpolster zu schaffen. Legt man beispielsweise eine Rettungsdecke auf den Boden und einen Körper darauf, wird man die Kältebrücke trotzdem spüren.

Mythos 8: Einzelgänger überleben besser

Realität: Einzelgänger arbeiten inneffektiver und können Schwierigkeiten bei bestimmten Aufgaben haben, wie beispielsweise decken Sie bei der Nahrungssuche ein kleineres Gebiet ab, können Hindernisse schlechter Überwinden oder sich nicht gegenseitig bei Verletzungen helfen.

Überlebenstipp: Teamarbeitund Aufgabenteilung sind in den meisten Überlebenssituationen von Vorteil.

Mythos 9: Einfach Blutegel beißen lassen, um Blut zu reinigen:

Realität:Die Vorstellung, dass Blutegel zur Blutreinigung beitragen, ist überholt. Sie können Krankheiten übertragen und das Infektionsrisiko erhöhen.

Überlebenstipp:Vermeide den Kontakt mit Blutegeln. Bei Bedarf auf sichere medizinische Blutentnahme-Methoden setzen.

Mythos 10: Buchen sollst du suchen, Weiden sollst du meiden

Realität: Bei Gewitter Schutz unter dem einzigen Baum weit und breit zu suchen, ist wahrscheinlich immer eine schlechte Idee, egal ob Buche, Eiche, Fichte oder Weide.

Überlebenstipp: Du musst verstehen, dass Strom den Weg des geringsten Widerstandes sucht und du mit 60% Wasserhaushalt im Körper ein sehr guter Stromleiter bist. Schlägt der Blitz in einen Baum ein, unter dem du stehst, ist also die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Strom lieber dich als das dichtere Holz als Stromleiter aussucht. Halte also etwas Abstand zu Bäumen, aber niemals so viel, dass du selbst zum höchsten Punkt in der Umgebung wirst. Bleibe innerhalb der Entfernung zum Baum, wie der Baum hoch ist (siehe Bild). Meide außerdem Uferzonen, da auch der aufgeweichte Boden Elektrizität leitet. Insofern stimmt das Sprichwort wahrscheinlich, da Weiden gern in Ufernnähe stehen. Lege außerdem alle Metallgegenstände wie Schirm, Schlüsselbund und Messer in sicherer Entfernung ab, da diese Blitze anziehen. Es ist zudem ratsam nicht in Pfützen zu stehen und eine Isolationsschicht unter den Füssen zu schaffen, beispielsweise in Form deiner Schaumstoffisomatte, Holz oder eines Rucksackes.

 

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